Die Grundlage und Motivation für unsere Hingabe an Gott

 

In einem früheren Beitrag haben wir über die Bedeutung der Hingabe gesprochen und darüber, wie unsere Hingabe an Gott einen enormen Unterschied in unserem christlichen Leben und unserer Beziehung zum Herrn macht.

Aber zu wissen, dass wir uns dem Herrn hingeben sollen, reicht vielleicht nicht aus. Wir müssen die zugrundeliegende Basis für unsere Hingabe an den Herrn erkennen und die Motivation, die uns dazu veranlasst, dies bereitwillig zu tun. Wenn wir diese beiden Dinge erkennen, wird unsere Hingabe nicht etwas sein, das wir widerwillig oder halbherzig tun, nur weil es gut für uns ist. Stattdessen wird es eine süße Erfahrung sein, die unsere Beziehung mit dem Herrn Jesus vertiefen wird.


Die Grundlage für unsere Hingabe

In unseren Häusern haben wir viele Besitztümer, die wir gekauft haben. Weil wir einen Preis für sie bezahlt haben, gehören sie rechtmäßig uns, und wir sind ihr rechtmäßiger Besitzer.

Aber ist uns bewusst, dass wir selbst einen „rechtmäßigen Besitzer“ haben? Die Bibel sagt uns, dass unser Besitzer der Herr Jesus ist. In 1. Korinther 6:19–20 steht:

„Oder wisst ihr nicht, dass euer Leib ein Tempel des Heiligen Geistes in euch ist, den ihr von Gott habt, und dass ihr nicht euch selbst gehört? Denn ihr seid um einen Preis erkauft worden. So verherrlicht nun Gott in eurem Leib.“

Und in Römer 14:8 steht:

„Denn ob wir leben, so leben wir dem Herrn, und ob wir sterben, so sterben wir dem Herrn. Darum, ob wir leben oder sterben, wir sind des Herrn.“

Der Herr Jesus hat einen enormen Preis bezahlt, um uns zu erlösen: Sein kostbares Blut, das Er in Seinem Tod am Kreuz für uns vergossen hat. In 1. Petrus 1:18–19 lesen wir:

„weil ihr wisst, dass ihr nicht mit vergänglichen Dingen, mit Silber oder Gold, von eurer nichtigen, von euren Vätern überlieferten Lebensweise erlöst worden seid, sondern mit dem kostbaren Blut als eines Lammes, ohne Makel und ohne Flecken, mit dem Blut Christi.“

Weil Er Sein Leben gab, um uns zu erkaufen, gehören wir jetzt Christus, und Er ist unser rechtmäßiger Besitzer. Das ist die Grundlage für unsere Hingabe an Ihn.

Aber auch wenn wir Ihm gehören, wartet der Herr immer noch darauf, dass wir die Handlung vollziehen, uns Ihm freiwillig zu übergeben. Er wird uns niemals zwingen, etwas zu tun. Er hat uns einen freien Willen gegeben und möchte, dass wir uns für Ihn entscheiden.

Aus diesem Grund ist es für uns so wichtig, aus diesen Versen zu erkennen, dass wir nicht mehr unser eigen sind. Wir gehören demjenigen, der uns gekauft hat. Wenn wir sehen und schätzen, was der Herr alles getan hat, um uns zu gewinnen, werden wir Sein Recht über uns anerkennen. Das kann uns dazu bringen, zu beten: „Herr Jesus, danke, dass Du den Preis Deines eigenen kostbaren Blutes für mich bezahlt hast! Danke, Herr, ich gehöre nicht mehr mir selbst. Ich gehöre Dir. Du hast den höchsten Preis für mich bezahlt. Ich erkenne Dein volles Recht über mich an. Herr, ich gebe mich Dir hin. Ich übergebe mich Dir.“


Die Motivation für unsere Hingabe

Während Gottes Rechtsanspruch auf uns objektiv ist, gibt es bei unserer Hingabe auch einen sehr subjektiven Aspekt: Gottes Liebe. Durch die Jahrhunderte hindurch hat Gottes Liebe diejenigen, die Ihn suchen, unwiderstehlich angezogen, Ihm alles zu geben. Wenn Seine Liebe uns berührt, können wir nicht anders, als uns dem Herrn zu weihen.

Die Liebe Gottes zeigt sich deutlich in dem Tod unseres Herrn am Kreuz für uns. Als Sünder waren wir nichts anderes als Verdammnis wert. Dennoch kam Gott als Mensch auf diese Erde und erlitt einen unvorstellbaren Tod – alles, weil Er uns liebte.

In 2. Korinther 5:14 vermittelt der Apostel Paulus das tiefe Gefühl, das wir erleben, wenn wir erkennen, was der Herr für uns getan hat:

Die Liebe Christi drängt uns, weil wir dies erkannt haben, dass einer für alle gestorben ist, darum sind alle gestorben.“

Die Liebe Christi – zart und doch mächtig, sanft und doch beharrlich – drängt uns und motiviert uns, dass wir uns Ihm aus freien Stücken hingeben. Wenn wir diese Liebe erfahren, erfolgt unsere Hingabe nicht mehr nur, weil wir Sein Recht über uns anerkennen; sie ist auch unsere liebevolle Antwort auf Seine Liebe zu uns. Wir werden uns dabei ertappen, wie wir dem Herrn spontan sagen: „Herr, ich bin nichts wert. Doch wegen Deiner Liebe hast Du gelitten und bist für mich am Kreuz gestorben. Herr, Deine Liebe ist so groß! Sie ist jenseits meines Verstandes. Ich liebe Dich, lieber Herr. Ich gebe Dir alles, was ich habe und was ich bin.“

Während also die solide Grundlage unserer Hingabe Gottes Eigentum an uns ist, ist die Motivation für uns, diesen Schritt zu tun, Gottes drängende Liebe. Wenn wir die Liebe Gottes erfahren, können wir nicht anders, als Ihm in Liebe zu antworten.

Die Worte dieses Liedes drücken die süße Erfahrung aus, von der Liebe des Herrn gedrängt zu werden, Ihm alles zu geben:
 

Gott, Deine mächt’ge Liebe dränget mich,

Wie eine Flut verfolgt sie ihren Lauf;

Sucht sich den Weg durch mein gebundnes Selbst,

Hebt sehnlichst alle Hindernisse auf.

 

Soll ich denn diesem Drang noch widerstehn?

Soll ich nicht sagen: Liebe, flute ein?

Mein Gott, Dein‘ Lieblichkeit hat mich besiegt –

Das Leben kann wie bislang nicht mehr sein.

 

Durchbrich mein Wesen, mächt’ge Himmelslieb,

Und mach doch all Gedankenwege frei;

Füll mein‘ Gefühle, läutre meinen Willn,

Dass nur Dein reines Leben in mir sei.

 

Ganz in Besitz genommen so von Gott,

Soll meinem Lebensweg entspringen klar

Ein Strom der Gnade und der Zartigkeit

Und Liebe, weil Gott liebt ja immerdar.

 
Möge der Herr uns die Augen öffnen, den kostbaren Preis zu sehen, den Er für uns bezahlt hat, und uns erkennen lassen, dass wir Ihm gehören. Und mögen wir von der Liebe Christi gefesselt werden und die Süße der Hingabe an Ihn erfahren.
 
 


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